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citations from GA 277:

Rudolf Steiner

1 Eurythmie - Die Offenbarung der sprechenden Seele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansprachen zu Eurythmie-Aufführungen 1918-1924

mit Notizbucheintragungen und dazugehörigen Programmen

Rudolf Steiner Verlag 1980

Bibliographie-Nr. 277

1.1 Page 14[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

"Ich habe ein Musterbeispiel davon geben wollen in den Einleitungen zu den verschiedenen Eurythmie-Vorstellungen, wenn ich versuche, es immer umzugießen, immer dasselbe von den verschiedensten Punkten aus zu geben. Das habe ich mit diesen Eurythmie-Einleitungen versucht. Als ich neulich – [bei der Delegierten-Tagung in Stuttgart, Ende Februar] – eine gehalten habe, da standen die Leute draußen und gingen nicht hinein dazu". GA 277, p. 14

English translation

"I wanted to give a paradigm of this in the introductions to the various eurythmy performances, where I try to always rephrase it, to give the same thing always from the most diverse points of views. That's what I've tried to do with these eurythmy introductions. Recently, as I was holding an introduction – [at the delegate meeting in Stuttgart, end of February]–, people stayed outside and did not attend". GA 277, p. 14

1.2 Page 141[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

"Nun handelt es sich aber darum, daß man, um Eurythmie durch sinnlich-übersinnliches Schauen hervorzubringen, sich erstens in die Lage versetzt, was eine langwierige seelisch-geistige Arbeit ist, zu erkennen, welche Bewegungen, namentlich aber Bewegungsanlagen zugrunde liegen dem Kehlkopf, der Lunge, dem Gaumen, der Zunge und so weiter, wenn sie hervorbringen die Lautsprache". GA 277, p. 141

English translation

Now, however, it is the case, that one, in order to originate Eurythmy through sensible-supersensible envisioning, first positions oneself, which is a protracted mental and spiritual task, to recognize which movements, particularly, however, predispositions to movements underlie the larynx, the lung, the palate, the tongue, and so forth, when they yield the spoken language.

1.3 Page 144[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

It is a first attempt to see how this could work. The example is a typical kind of "grammar-knot":

"Dieses unterbewußte Element ist es, was herausgeholt wird aus dem Menschen. Dadurch wird die Eurythmie allerdings das Gegenteil des Träumerischen. Während der Traum ein Herabstimmen des Bewußtseins bedeutet, vor allen Dingen ein Herabstimmen des Willens, wird in Eurythmie der Wille, wie er in der Sprache entsteht, der als ein Element sich hineingestaltet, herausgeholt; willensmäßig wird ein Sich-Offenbaren des Menschen durch eine stumme Sprache herbeigeführt. Dadurch aber gelangen wir geradezu bewußt in das unbewußte Schöpferische des Menschen hinab, und wir kommen dazu, den Menschen selber in seiner ganzen organischen Gestaltung und Bewegungsmöglichkeit als ein künstlerisches Werkzeug zu benützen.“ aus: Steiner Rudolf, GA 277, S. 144

English translation

This subliminal element is that which is brought from the person, through which Eurythmy above all becomes the opposite of dreaming. While the dream signifies a dimming of the consciousness, above all a dimming of the will, in Eurythmy the will, the way as it originates in the language, where it (the will) forms itself as an element into the language, is coaxed out. Volitionally, a self-revelation of the person is caused (?) through silent speech. Through this, however, we reach precise consciousness in the unconscious creativity of man, and we come to realize the human being himself can use his entire organic design and movement possibilities as an artistic tool.

1.4 Page 160[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

"Sie sehen gewissermaßen den ganzen Menschen zum bewegten Kehlkopf geworden. Die Bewegungen sind nur aus dem Grunde andere, als sie bei der Lautsprache funktionieren, weil bei der Lautsprache die Knorpel des Kehlkopfes unmittelbar mit der äußeren Luft zusammenschlagen, während wir bei der Eurythmie zusammenschlagen lassen dasjenige, was sich aus dem Willenselement ergießt, mit den Muskeln, die einen wesentlich stärkeren Widerstand entgegensetzen demjenigen, was da durch den Willen zum Vorschein kommt. Daher treten in verlangsamter Form diese Bewegungen in der Eurythmie auf, die in schwingenden Oszillationsbewegungen beim Lautesprechen zum Vorschein kommen, gleichsam summiert die schwingende Bewegung zu einer Hauptform. Und das ist ausgedrückt durch das Ganze der menschlichen Persönlichkeit, durch das Ganze der Muskelorganisation" GA 277, S. 160

English Translation

The entire person becomes virtually a moving larynx. The movements differ from the spoken language, in that, in the phonetic speach the cartilage of the larynx directly collides directly with external air, while in Eurythmy we unite ("clapping together") what outpoures out of (from?) the will, together with the muscles, who have a much stronger resistence to all what surfaces (comes forward?) out of the will. Hence this movements appear in slow-motion in Eurythmy. Just as vibrating oscillating movements are brought to light with the spoken language, with Eurythmy, the oscillating movement totalizes to a main structure. In this the entirety of the human character (personality?) is expressed through the complete muscle organization.

1.5 Page 348f[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

"Dieselbe Gesetzmäßigkeit, welche der Entstehung des Lautlichen und des Tonlichen in Sprache und Gesang zugrunde liegt, die aus dem tiefsten Inneren des Menschen und der Beziehung des Menschen zur Welt herausgeholt ist, liegt zugrunde, wenn man diese Gesetzmäßigkeit, nicht wie bei der Lautsprache und dem Gesänge auf den Kehlkopf und die anderen benachbarten Organe überträgt, sondern wenn man diese innere Gesetzmäßigkeit auf das Bewegungssystem des Menschen überträgt. Wenn man berücksichtigt, daß im Grunde genommen auch die Lautsprache und der Gesang eine Art Gebärde darstellen, Gebärde desjenigen, was in der Formung, in der Gestaltung des ausströmenden Luftstromes liegt, wenn man das bedenkt, so wird man nicht sehr weit sein von dem Verständnisse, daß, wie in der Sprache eine Art Gebärde der im Menschen bewegten strömenden Luft vorliegt, so kann auch zum Ausdrucke, zur Offenbarung kommen durch die menschlichen Bewegungsglieder oder durch die Bewegung des ganzen Menschen ein Sprach- oder Gesangartiges. Nur muß man sich darüber klar sein, daß man zum Verständnis desjenigen, wie überhaupt Sprache zustande kommt, nicht gelangt, wenn man beim physischen Menschen stehenbleibt, bei der physischen Organisation des Menschen, sondern wenn man darauf Rücksicht nimmt, wie innerhalb dieser physischen Menschenorganisation die höhere, übersinnliche vorhanden ist. Und man muß zunächst davon sprechen, daß jene Kräfte, welche die in der Lautsprache und im Gesänge sich formende Luft gestalten, im übersinnlichen, im ätherischen Organismus des Menschen erregt werden. Was da im Inneren des Menschen lebt, läßt sich studieren, und man kommt dadurch zu der Einsicht, daß der Sprache und dem Gesänge etwas zugrunde liegt, was den Menschen in einer gewissen Weise hinweghebt über sein physisches Erdenleben. Gewiß, zunächst sind im menschlichen Umgange und auch in der Mitteilung durch die Wissenschaft die Sprachorgane und dasjenige, was sie hervorbringen, in den Dienst des Erdenlebens gestellt. Aber die Fähigkeit, zu sprechen und zu singen, ist etwas, was nicht unmittelbar aus der physischen Organisation hervorgeht, sondern im Gegenteil in die physische Organisation des Menschen, wenn ich mich so ausdrücken darf, hineinströmt. Es ist schon so, daß gewissermaßen der über das Physisch-Sinnliche hinausgehobene Mensch, der Mensch, welcher als übersinnliche Wesenheit seinen physisch-sinnlichen Körper beherrscht, in Sprache und Gesang lebt, wenn auch zunächst Sprache und Gesang, wie sie sich ausdrücken in dem irdischen Luftelemente, in ihrer Offenbarung auf das irdische Element gehen…..“ GA 277, p. 348f

1.6 Page 351[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

"Dagegen, wenn wir heute die Bewegungen der menschlichen Gliedmaßen dem irdischen Dienst entreißen sozusagen, und diese Bewegungen rein zum Ausdrucke des inneren menschlichen Außerirdischen, Überirdischen machen, so haben wir viel mehr damit die Möglichkeit gegeben, das reine menschlich Seelische durch dieses Gebärdenhafte zum Ausdrucke zu bringen, als durch die Sprache." GA 277, p. 351

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